Welche Persönlichkeit brauchst Du, um Wohlstand aufzubauen?

„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken“, sagt der Philosoph Marc Aurel. Was wir denken, welche Glaubenssätze wir in uns tragen, welche Überzeugungen und Werte wir haben, all das beeinflusst unser Leben und damit auch unseren Wohlstand. Gerade das Thema Geld geht Hand in Hand mit Psychologie und persönlichen Emotionen. Negative Glaubenssätze zum Thema Geld und Wohlstand – ob bewusst oder unbewusst – beeinflussen und begrenzen unser Denken und Handeln. Doch das muss nicht sein, denn die eigene Persönlichkeit bleibt nicht in Stein gemeißelt, sondern sie lässt sich ein Leben lang weiterentwickeln.

Was ist Wohlstand überhaupt?

Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Wohlstand als „ein bestimmtes Maß an Wohlhabenheit“, das sich aus materiellem und immateriellem Wohlstand zusammensetzt. Materieller Wohlstand ermöglicht die Erfüllung eigener Wünsche nach bestimmten Gütern und Dienstleistungen und schenkt Freiheit. Wer über genügend finanzielle Mittel verfügt, macht sich auch weniger Sorgen und kann sich auf andere Dinge im Leben konzentrieren. Geld ist nicht nur „geprägte Freiheit“ (Dostojewski), sondern auch ein Problemlöser. Wer kein Geld hat, denkt gezwungenermaßen ständig daran und das wirkt sich negativ auf Psyche und Wohlbefinden aus.

Immaterieller Wohlstand umfasst grundlegende menschliche Bedürfnisse nach Sicherheit, Liebe, Zufriedenheit o. Ä und schenkt einem den nötigen Raum für die eigene Selbstverwirklichung. Natürlich kann sich niemand Gesundheit, Glück oder andere immaterielle Güter kaufen. Jedoch erlaubt ein finanzieller Spielraum den Zugang zur gesunden Ernährung, zu kostenpflichtigen Bildungsangeboten, zu zusätzlichen ärztlichen Dienstleistungen, sportlichen Aktivitäten uvm. 

Zusammengefasst hat Wohlstand Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden (physisch und psychisch). Wer eine positive Haltung zum Thema Geld besitzt, hat auch höhere Chancen, eines Tages das gewünschte Maß an materieller Wohlhabenheit zu erreichen. Diese wirkt sich zugleich positiv auf die Erfüllung immaterielle Bedürfnisse aus.

Warum die eigenen Denkgewohnheiten den Aufbau des Wohlstands blockieren können

Du träumst davon, am Mittelmeer zu leben? Du bist mit deiner beruflichen Situation unzufrieden und möchtest dich verändern? Deine Kinder sollen die bestmögliche Bildung erhalten? All diese Wünsche können wahr werden, wenn genug Geld vorhanden ist. Wer Wohlstand aufbauen möchte, braucht Zeit, Wissen und Disziplin. Doch bevor der erste Schritt getan werden kann, bleibt die Frage zu klären: Was denkst Du über Geld und Reichtum? Stellt sich bei dir ein positives Gefühl oder eher ein ungutes Gefühl ein? Kommen dir vielleicht negative Gedanken in den Sinn, wie beispielsweise: 

  • „Geld allein macht nicht glücklich.“
  • „Reiche sind böse.“
  • „Geld verdirbt den Charakter.“
  • „Über Geld spricht man nicht.“
  • „Ich kann mit Geld nicht umgehen.“

Diese negativen Glaubenssätze blockieren innerlich und lassen keinen Wohlstand zu, denn Geld fließt denjenigen zu, die ein positives „Money Mindset“ leben. Es lohnt sich also, sich etwas Zeit zu nehmen, um in Ruhe darüber nachzudenken, welche Einstellung man zum Thema Geld besitzt. Wer die negativen Glaubenssätze erst mal erkannt hat, bekommt die Chance, im nächsten Schritt an seiner Einstellung zu arbeiten. 

Wer an seiner Persönlichkeit arbeitet, wird ein besseres Leben führen

Verändert sich das Denken, verändert sich auch das Handeln. Geld besitzt an sich keinen Wert. Es ist lediglich ein Tauschmittel. Das heißt Du entscheidest, welchen Wert Geld für dich hat. Der Weg zum Wohlstand beginnt mit der Arbeit an sich selbst. Diese ist schwieriger als der anschließende Weg zum finanziellen Wohlstand. Letzterer ist gar nicht so kompliziert und es gibt viele Hilfsmittel. Ob inspirierende Bücher, Blogbeiträge, YouTube-Videos, erfolgreiche Menschen im eigenen Umfeld uvm. 

Lebenslanges Lernen hört erst mit dem Tod auf. Jeder Tag schenkt Dir also die Möglichkeit, Dich weiter zu entwickeln. Der praktische Umgang mit Geld besteht aus ganz rationalen Handlungen: 

  • Klarheit schaffen über den finanziellen Status quo,
  • Ziele festlegen und verfolgen,
  • sparen,
  • Einkommen erhöhen,
  • vorhandene Fähigkeiten weiterentwickeln und neue erlernen,
  • investieren, um das Geld zu vermehren,
  • diszipliniert am Ball bleiben,
  • einen Teil des Wohlstands an die Gesellschaft zurückgeben.

Ein bekannter Altmeister der Börse, André Kostolany, war der Überzeugung: „Kurz- und mittelfristig macht die Psychologie 90 % an der Börse aus!“ Ich denke, das gilt nicht nur für die Börse, sondern für das gesamte Leben. Wer an seiner Persönlichkeit arbeitet und damit niemals aufhört, wird ein besseres Leben führen und mit der Zeit auch Wohlstand aufbauen.

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